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Programm

Vorläufiges Programm:

 

Freitag, 6. November

13-14 Uhr: Begrüßungs-Snack

14-17 Uhr: Druckkammer meets Kabutze: Offene Näh- und Druck-Werkstatt
Alltagsmasken, Beutel, Pronomen- und Namensschilder nähen und bedrucken

14-16 Uhr: Workshop: Trans* – was ist das? (S.O.Ko und Qube)

16-16.30 Uhr: Kaffee-Pause

16.30-18.30 Uhr: Vortrag: Klassismus – was ist das?
im Anschluss: Empowerment Space für Betroffene von Klassismus

18.30-20 Uhr: Abend-Essen

20-22 Uhr: QueerFilmFest Rostock zu Gast (alle Filme mit Audiodeskription und SDH Untertiteln über die kostenlose App Greta)

Kurzfilme vom Klappe auf! Kurzfilm Festival

Sins Invalid: An Unshamed Claim to Beauty in the Face of Invisibility

 

Samstag, 7. November

10-13 Uhr: Theater-Workshop

11-13 Uhr: Unsere eigenen Worte_Gebärden_Bilder finden!
Eine interaktive Buch- und Projektvorstellung von “beHindert & verRückt Worte_Gebärden_Bilder finden” mit Eliah Lüthi/Akademie der Unvernunft

13-14 Uhr: Mittag-Essen

14-16 Uhr: “Ein Leben mit vielen Namen” Ein Vortrag zu Trans* in den 80er Jahren von Nora Eckert (Berlin)

14.30-18.30 Uhr: Metall-und Schweiß-Workshop für FLINT* (Kel)
FLINT*: Frauen, Lesben, inter* Personen, nicht binäre Personen, trans* Personen

14.30-18.30 Uhr: Schreib-Workshop

16-16:30 Uhr: Kaffee-Pause

16.30-18:30: Let‘s not talk about sex: Asexualität und das asexuelle Spektrum
Vortrag, Frage-Runde und Austausch in Kooperation mit AktivistA

18.30-20 Uhr: Abend-Essen

20-22 Uhr: Open Mic, Konzert, Lagerfeuer und Fotobox

mit FaulenzA, prisma und weiteren Special Guests

prisma – Breathing

 

Sonntag, 8. November

10-14 Uhr: Katzenfrühstück (Vernetzungs-Brunch)
Infotische und Vorstellung queerer Projekte aus Vorpommern auf der Bühne

10-11 Uhr: Yoga für FLINT*
FLINT*: Frauen, Lesben, inter* Personen, nicht binäre Personen, trans* Personen

12-13:30 Uhr: Workshop: Queere Anti-Repression

12-16 Uhr: FLINT*-⁠only-⁠Graffiti-Workshop
Graffiti-Workshop für Frauen, Lesben, inter* Personen, nicht binäre Personen, trans* Personen

14-16 Uhr: Vortrag: Interventionen – von Demo bis Musik – wer rebelliert wie, und warum eigentlich? Kritisches Nachdenken über gesellschaftliche Unterdrückungen und Interventionen. (SchwarzRund)
Online-Vortrag mit Live-Übertragung auf dem Questival

16-16.30 Uhr: Kaffee-Pause

16.30-17.30 Uhr: Radio-Ballett Abschluss-Performance

 

Weitere Angebote

Chill-Out-Area

Kreativ Space

Lese-Insel

Ausstellung “Vor meinem geistigen Auge” mit Landschaftsmalerei von Maximilian Weihs (Greifswald)

 
 

 

Veranstaltungs-Beschreibungen:

 

Druckkammer meets Kabutze: Offene Näh- und Druck-Werkstatt (Freitag, 14-17 Uhr)
mit der offenen Nähwerkstatt Kabutze und der Druckwerkstatt Druckkammer

In diesem offenen Angebot kannst du dir dein Pronomen- und Namensschildchen aus Stoffresten fürs Questival bedrucken, einen Beutel für deine 7 Sachen oder eine Alltagsmaske nähen und bedrucken. Entwerfe mithilfe der Schablonentechnik dein eigenes Motiv oder drucke das Questival-Motto auf dein T-Shirt.


Workshop: Trans* – was ist das? (Freitag, 14-16 Uhr)
mit S.O.Ko – queer-feministisches Workshop-Kollektiv

In unserem Workshop „Trans* – Was ist das?“ beschäftigen wir uns mit dem Thema Trans*gender. Wir sprechen über verschiedene Begrifflichkeiten, welchen mensch in diesem Zusammenhang oft begegnet, unterschiedliche Trans*identitäten und Verbündetenschaft. Die Veranstaltung ist für Einsteiger*innen geeignet und hat spielerische Elemente. Wir möchten bei unserem Workshop gemeinsam mit den Teilnehmenden kritische Denkprozesse in Hinblick auf Gender anregen.

Bei allen unseren Workshops bieten wir eine Infobar und eine Medienliste mit Tipps zum Vertiefen des Themas an.


Vortrag: Klassismus – was ist das? (Freitag, 16.30-18.30 Uhr)

Klassismus scheint in jüngerer Vergangenheit in aller Munde zu sein. Was für die einen ein neuer Trendbegriff ist, ist für die anderen schon seit Jahrzehnten die Benennung für Empowerment und Anti-Diskriminierung bezogen auf die “soziale Herkunft”. Im Vortrag werden wir uns der Frage annähern, wo der Begriff herkommt und warum Klassismus in Antidiskriminierungs-Zusammenhängen bisher wenig benannt wird.

Im Anschluss an den Vortrag wird es einen Empowerment Space für BETROFFENE von Klassismus geben. Vorbereitend könnt Ihr Euch auf dem Blog “CLASS MATTERS” (http://clararosa.blogsport.de/) umschauen. Wenn es nach dem Vortrag Unsicherheiten gibt, inwiefern Klassismus Euch betrifft, könnt Ihr gern auf mich zukommen. Bitte nutzt den Empowerment Space nicht aus “Neugier”.

Der Vortrag wird in deutscher Lautsprache gehalten. Im Empowerment Space wird es die Möglichkeit einer direkten Übersetzung ins Englische geben. Bei vorher angemeldetem Bedarf (bis zwei Wochen vor dem Questival) können die Kernpunkte des Vortrags auf Englisch übersetzt werden.


QueerFilmFest Rostock zu Gast (alle Filme mit Audiodeskription)
(Freitag, 20-22 Uhr)

Über das QueerFilmFest Rostock

Die Filme auf dem QueerFilmFest Rostock machen verschiedene sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Beziehungsformen sichtbar. So schafft das QueerFilmFest Rostock einen Raum für Filmkultur, die zeigt, was sonst oft unsichtbar bleibt, und setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

Das QueerFilmFest Rostock ist unkommerziell und unabhängig. Es findet jedes Jahr im Oktober an einem Wochenende von Donnerstag bis Samstag statt.

www.queerfilmfest.de


Unsere eigenen Worte_Gebärden_Bilder finden! (Samstag, 11-13 Uhr)

Eine interaktive Buch- und Projektvorstellung von “beHindert & verRückt Worte_Gebärden_Bilder finden” mit Eliah Lüthi/Akademie der Unvernunft

Ausgangpunkt von diesem Workshop-Vortrag ist die Frage:

Wie können Geschichte(n) erzählt werden, eigene Worte, Gebärden und Bilder für sich selbst und Welt (er)funden werden, wenn diese gesellschaftlich vielleicht gar nicht vorgesehen sind, nicht gehört_gesehen_wahrgenommen werden (wollen)?

Diese Frage stellten sich vor fünf Jahren drei Menschen auf der beHindert & verRückt feiern Parade in Berlin. Im Sommer 2020 ist aus dieser Frage ein Buch entstanden. Anhand dieses Buches und dessen barrierefreien Begleitprojektes loten wir in diesem Workshop_Vortrag einige Verbindungen von ent_hindernden, ent_rückenden und queeren Politiken aus. Dabei werden die Teilnehm*erinnen mit Fragen und kleinen Übungen dazu eingeladen eigene Worte_Gebärden_Bilder für sich und Welt zu finden.

Das Projekt beHindert & verRückt Worte_Gebärden_Bilder finden besteht aus einem Buch und einem barrierefreien Begleitprojekt in Audio und Gebärdensprache. Es verbindet 42 Beiträge von 28 Menschen, die sich als beHindert und/oder verRückt verstehen, oder gesellschaftlich so hergestellt werden. Die Beiträge beschreiben humorvoll, kreativ, wütend, traurig und nachdenklich BeWegUngen in und durch gesellschaftliche Barrieren und Vorurteile. Sie setzen sich damit auseinander, wie diese zusammenhängen mit Rassismus und Gendernormen. Dabei knüpfen sie liebevolle und kämpferische Verbindungen zum eigenen Sein, zu Natur und Welt.

Zu Eliah: Eliah Lüthi ist die Akademie der Unvernunft und liebt es Welt_en, Verständnisse und Blicke zu ent_rücken– eigene und andere – und ent_hindernde (T)Räume zu gestalten in Gesprächen, AlltagsHandeln, Schreiben, Lehren, Bewegen, Kuratieren, Herausgeben und Performen. 2020 erschien das von Eliah herausgegebene Buch beHindert & verRückt Worte_Gebärden_Bilder finden. Akademie-der-Unvernunft.org


“Ein Leben mit vielen Namen” Ein Vortrag zu Trans* in den 80er Jahren von Nora Eckert (Berlin) (Samstag, 14-16 Uhr)

Vor 37 Jahren erhielt ich per Gerichtsbeschluß den Vornamen Nora zugesprochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon einige andere Namen getragen. Ich möchte meine kleine Namensgeschichte zum Anlaß nehmen, um über meine Erfahrungen mit dem Transsexuellengesetz, kurz TSG, zu erzählen, das damals noch ganz frisch war. Die Begutachtungen, wie ich sie erlebte, kommen mir heute wie eine Komödie vor, also werde ich eine Komödie erzählen. In den Jahren 1982/83, der ganze Prozeß zog sich über anderthalb Jahre hin, konnte ich allerdings darüber nicht lachen, denn Demütigungen tun weh, aber die Lächerlichkeit meiner Gutachter entschädigt mich heute.


Metall-und Schweiß-Workshop für FLINT* (Samstag, 14.30-18.30 Uhr)
(Kel)
FLINT*: Frauen, Lesben, inter* Personen, nicht binäre Personen, trans* Personen

Ihr bekommt einen Einblick in Basics der Metallbearbeitung und unterschiedliche Schweiß-Verfahren. Vielleicht könnt ihr dann auch ein eigenes Objekt mit nach Hause nehmen. Falls es schon kleine Ideen/Fragen oder das dazugehörige Metall/Material/Schrott von euch dazu gibt – gerne mitbringen! Es wird aber auch Material im Workshop geben.
Gerne passend kleiden, besser keine Synthetik und möglichst feste Schuhe.
Dazu gibts Kaffee und Kuchen. Yeah!

Teilnehmer_innen max. 5.
Bitte gebt bei eurer Anmeldung für das Questival an, dass ihr an dem Workshop teilnehmen wollt!


Let‘s not talk about sex: Asexualität und das asexuelle Spektrum (Samstag, 16.30-18:30)

Asexualität ist eine eher unbekannte und meist unsichtbare sexuelle Orientierung. Obwohl viele Menschen inzwischen zumindest davon gehört haben, so wissen viele nicht genau, was es bedeutet. Asexualität ist oftmals von Unklarheiten, Verwirrung und Vorurteilen umgeben – Grund genug, endlich Licht ins Dunkel zu bringen. Der Vortrag gibt eine grundlegende Einführung in wichtige Begriffe und Konzepte, stellt die Vielfalt der asexuellen Community vor, löst das Rätsel um den Zusammenhang zwischen Sex und Liebe und beschäftigt sich mit den Herausforderungen für asexuelle Menschen in unserer Gesellschaft. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Verein AktivistA statt.


Yoga für FLINT* (Sonntag, 10-11 Uhr)

Das Yoga Angebot ist offen für alle Frauen, Lesben, inter* Personen, nicht binären Personen und trans* Personen.

Bringt bequeme Kleidung mit, eher warm und flexibel zum Ausziehen, falls es zu warm wird!


FLINT*-⁠only-⁠Graffiti-Workshop (Sonntag, 12-16 Uhr)
Graffitiworkshop für Frauen, Lesben, inter* Personen, nicht binäre Personen und trans* Personen

Ihr steht auf Streetart und bunte Tags an grauen Wänden? Dosen klackern, zischen und dieser leichte Euphorie-Kick, wenn ein neues Kunstwerk entsteht? Ihr wolltet Sprayen ja schon immer einmal ausprobieren, aber irgendwie hat es sich nie ergeben oder der Mut hat gefehlt? Nicht schlimm – denn jetzt kommt eure Chance!

Vorwissen braucht ihr keins, nur coole Ideen und Lust euch kreativ auszuleben. Wir starten mit einem kleinen Theorie-Input und mit dem Sketchen (Skizzen machen), denn bevor wir an die Wand gehen, ist es wichtig eine Grundlage zu schaffen, was wir ranmalen wollen. Wenn ihr bereits zuhause coole Skizzen habt, bringt sie gerne mit! Grenzen sind uns kaum gesetzt, wir können alles ausprobieren.

Denn dafür soll dieser Workshop auch sein – wir schaffen einen Freiraum, in dem wir uns gegenseitig supporten können, in dem wir gemeinsam Neues ausprobieren und Kreatives schaffen: Aus diesem Grund sind cis Männer (Männer, die bei der Geburt als männlich eingeordnet wurden und sich auch damit identifizieren) vom Workshop ausgeschlossen, denn die Graffiti-Szene ist leider noch immer ein cis männlichdominierter Ort.

Cans (Dosen), Papier und Stifte haben wir vor Ort. Bringt aber gern auch euer eigenes Federmäppchen mit. Handschuhe und Mundschutz besorgen wir ebenfalls. Ansonsten kommt, wie ihr euch wohlfühlt – denkt aber dran, dass die Klamotten sehr schnell schmutzig werden und die Farbe nicht wieder rausgeht.

Wenn ihr noch Fragen zum Ort oder zu der Veranstaltung habt, meldet euch unter info [at] bildung-qube.de.

Wir freuen uns auf euch!


Workshop: Queere Anti-Repression (Sonntag, 12-13:30 Uhr)

Wir wollen gerne frei leben – uns frei entfalten. Manchmal spüren wir dabei Einschränkungen. Wir fühlen uns eingeschüchtert, wenn wir nicht so sein können, wie wir wollen:  Wir erfahren “Repression”.

In diesem Workshop thematisieren wir, wie wir uns gegen Einschränkungen im Alltag schützen können – vor allem juristisch, also mit Hilfe von Gesetzen.
Das wird als “Anti-Repression” bezeichnet.

Dabei wollen wir darauf eingehen, warum wir mit unserer queerer Lebensweise besonders betroffen sind von Diskriminierungen. So geraten wir bei Behörden, Verwaltungen und am Arbeitsplatz häufiger in Konflikte als andere.

Wir wollen gemeinsam diskutieren, welche rechtlichen Schritte uns helfen können. Dabei spielen auch solidarische Netzwerke eine große Rolle.

Der Workshop wird in deutscher Lautsprache gehalten.
Bei vorher angemeldetem Bedarf (bis zwei Wochen vor dem Questival) können einzelne Anteile des Workshops auf Englisch übersetzt werden.


Vortrag: Interventionen – von Demo bis Musik – wer rebelliert wie, und warum eigentlich? Kritisches Nachdenken über gesellschaftliche Unterdrückungen und Interventionen. (SchwarzRund) (Sonntag, 14-16 Uhr)

Online-Vortrag mit Live-Übertragung auf dem Questival

SchwarzRund hat sich aus verschiedenen Perspektiven und Wissenschaftsrichtungen die Frage gestellt: Was sind eigentlich
Interventionen – für wen?

Mithilfe von Musikvideos wird sie euch Begriffe an die Hand geben, nicht einfach so, sondern um damit genauer aufzuzeigen: wann ist was warum Widerstand? Was stört, was nicht – und aus welcher Identität heraus?

Danach könnt ihr Fragen stellen – zu Demos die euch übel aufgestoßen sind, zu Kritiken die eure Plakataktion erhalten hat oder dem Protest den ihr gerade plant. Auch Musik, Bücher oder Gedichte gehören dazu.

Außerdem werden wir über die derzeitige Bürgerrechtsbewegung in den USA sprechen – und den Mythos des einen, guten friedlichen Protest
entlarven.

SchwarzRund kam als Schwarze Deutsche Dominikaner*in mit drei Jahren nach Bremen, lebt seit über einen Jahrzehnt in Berlin. Seit 2013 publiziert sie auf ihrem Blog schwarzrund.de und in diversen Magazinen. Mehrdimensionale Lebensrealitäten inner- und außerhalb von Communitys verhandelt sie in Performance-Texten, Vorträgen und Veranstaltungsreihen. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Kulturwissenschaften und Gender Studies, in letzteren absoviert sie derzeit einen Master. Ihr Forschungsschwerpunkt sind Interventionsfelder Schwarzer Queere Musikvideos und decolonial Studies. 2016 erschien ihr afroqueerer Roman BISKAYA.


Ausstellung “Vor meinem geistigen Auge” mit Landschaftsmalerei von Maximilian Weihs (Greifswald)

Im Rahmen des Questivals wollen wir Euch auch eine kleine Auswahl meiner Bilder präsentieren. Als nicht sehender Mensch nehme ich meine Umwelt anders wahr. Durch eine lebendige Gottesbeziehung bitte ich manchmal darum etwas schönes sehen zu dürfen. Was sich dann vor meinem geistigen Auge aufbaut versuche ich in Aquarell und Acryl Farben wiederzugeben. Denn vor dem geistigen Auge entstehen die schönsten Bilder.
– Maximilian Weihs

Portrait über Maximilian Weihs bei Greifswald TV:
https://www.youtube.com/watch?v=Jmzd4xx5ZA8

Malerei von Maximilian Christopher Weihs
Landschaftsmalerei von Maximilian Weihs